Käsespätzle

Kässpatzen / Käsespätzle

Käsespätzle oder Kässpatzen habe ich in vielen Urlauben im Allgäu kennen und lieben gelernt. Sie sind ein echter Klassiker, ich mache sie allerdings viel zu selten. Vor kurzem war ich am Bodensee, auch dort konnte ich ein paar Varianten probieren. Wie bei vielen klassischen Rezepten gibt es nicht „das“ Rezept, sondern viele Familienrezepte.

Der Käse ist – wie man sicherlich ahnen kann – entscheidend für den Geschmack der Käsespätzle. Es sind viele Käsesorten geeignet. Ein paar meiner Lieblingssorten sind höhlengereifter Gruyère, Gallus-Käse, Appenzeller oder kräftiger Allgäuer Bergkäse. Aber das ist Geschmackssache, man sollte den Käse nehmen, der einem schmeckt. Ich verwende z.B. Vorarlberger Bergkäse und Appenzeller. Im Allgäu macht man die Kässpatzen typischerweise mit Bergkäse, Emmentaler und Weißlacker – den habe ich hier im Käseladen aber noch nicht gefunden. Ähnlich vom Geschmack sind z. B.: Romadur oder Limburger.

Im Süden Deutschlands haben viele Familien ein Spätzlebrett, ich nehme immer ein „normales“ Holzbrett und einen Teigschaber, ein Spätzlehobel oder eine Spätzlepresse gehen aber auch.

 

Zutaten und Zubehör für Käsespätzle (Holzbrett und geriebener Käse)

 

So genug gelabert – jetzt kommt das Rezept.

Zutaten für 2 Personen:

  • 250 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz (5 g)
  • bis zu 1/8 l Wasser
  • 2-3 mittelgroße Zwiebeln
  • Öl / Butter zum Anbraten
  • 50 g Käse, reiben (z.B. 10 Montate gereiften Vorarlberger Bergkäse und Alten Appenzeller, 6 Monate gereift im Verhältnis 2:1 )

Zubereitung:

Die Zwiebeln in halbe Ringe schneiden oder würfeln. In Butter glasig werden lassen und dann erst braten und somit schön bräunen lassen. Das braucht eine Weile, aber es sollte wirklich langsam gehen. Nicht zu heiß anbraten.

Aus dem Mehl, Ei, Salz und Wasser den Spätzleteig herstellen. Anfangs nicht das ganze Wasser dazugeben, sondern je nach Konsistenz und Größe der Eier ggf. etwas weniger. Kräftig schlagen – der Teig soll Blasen werfen und zäh sein. Mindestens 30 Minuten quellen lassen. 

Reichlich Wasser (1,5 – 2 Liter) in einem Topf zum Kochen bringen und salzen. Das Holzbrett anfeuchten, damit der Teig nicht kleben bleibt. Etwas von dem Teig (ca. 2-3 EL) auf das Brett geben und mit einem Teigschaber ca. 0,5 cm breite Streifen in den Topf gleiten lassen. Dabei muss man nicht unbedingt super schnell schaben, wie man das in vielen Videos sieht. Sieden lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit dem Schaumlöffel herausheben und in eine Auflaufform geben. Mit Käse bestreuen. Die Auflaufform in den auf 80°C vorgeheizten Backofen stellen. So Portion für Portion weiterverarbeiten, bis der Teig aufgebraucht ist. 

Mit den Zwiebeln anrichten – fertig. 

Dazu passt ein Salat, z.B. Feldsalat oder Endiviensalat. 

Tipp:

Gegebenenfalls mit einem Kochlöffel einmal umrühren, falls eine Nudel am Topfboden kleben bleibt.

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