Ciabatta-Brot selbstgemacht

Ein Bericht im Fernsehen über Arnaldo Cavallari, den „Erfinder“ des Ciabattas, hat mich neugierig gemacht, es mal selbst auszuprobieren. Das war bereits vor drei Jahren. Inzwischen habe ich das Rezept nochmal etwas überarbeitet. Da ich ja jetzt endlich eine gute Küchenmaschine habe, wird der Teig jetzt auch noch viel langer und gründlicher geknetet. Außerdem habe ich durch viel Erfahrung mit dem Brot backen, den Dreh mit dem ziehen und falten (stretch and fold) auch viel besser raus. Die Zutaten sind fast gleich geblieben.

Zutaten für zwei Laibe

  • 150 g  Weizenmehl Type 550
  • 130 ml Wasser
  • 2 g Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 350 g Weizenmehl Type 550
  • 170 ml Wasser
  • 6 g Hefe
  • 10-15 g Salz
  • 12 ml Olivenöl

Zubereitung am ersten Tag:

Aus 150 g Mehl, 130 ml Wasser, 2 g Hefe und Zucker einen Vorteig zubereiten und 16-24 Stunden mit einem feuchten Tuch oder einer Folie abgedeckt bei Zimmertemperatur an einem geschützten Ort stehen lassen, z.B. im Backofen.

Hefeteig für Ciabatta-Brot

Am nächsten Tag den Vorteig und alle restlichen Zutaten für mehrere Minuten (10-15) kräftig kneten bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und ganz elastisch sein. Den Teig abgedeckt 45-60 Minuten gehen lassen. Dann den Teig zweimal im Abstand von je 45-60 Minuten mehrmals falten (nicht kneten) und wieder abdecken und ruhen lassen.

Hefeteig für Ciabatta-Brot

Danach den Teig in 2 Brote teilen. Nicht mehr kneten sondern zu einem Laib formen. Dabei immer wieder über die lange Seite ziehen. Die Form der Brote darf ruhig etwas unordentlich sein also ggf. den Teig etwas in Form ziehen. Mehl darüber stäuben. Die beiden Teigstücke auf ein Backblech (mit Backpapier was gründlich bemehlt ist) legen und nochmals 90 Minuten gehen lassen.

Ciabatta-Brot

Ein leeres Backblech oder eine Auflaufform auf den Boden des Backofens stellen, 300 ml Wasser hineingeben. Den Backofen auf 230°C vorheizen.

Das Backblech mit dem Brot hineinschieben. Tür sofort schließen, damit nicht so viel Dampf entweicht.

Bei 230°C ca. 30 Minuten backen. Wird es nach 20-25 Minuten schon braun, kann man gerne die Temperatur auf 200°C zurückdrehen. Dann ggf. noch weitere 5-10 Minuten bei 200°C oder bei ausgeschalteter Temperatur. Der Backhofen hält noch lange die Hitze.

Das Brot ist (fast) so wie es sein soll – außen knusprig, innen elastisch. Nur ein wenig mehr große Löcher könnten es noch sein, aber das bekomme ich dann auch noch hin.

Fazit

Ein Ciabatta selbst zu backen ist nicht besonders kompliziert – es braucht nur etwas Zeit. Man könnte sogar sagen ein Ciabatta ist richtiges „Slow Food“ – man braucht ja immerhin insgesamt ca. 30 Stunden dafür. Bei uns gab es das selbstgebackene Ciabatta schon viele Male, auch unsere Freunde sind immer wieder begeistert. Ganz lecker auch einfach nur mit gutem Olivenöl. Das Brot schmeckt auch am nächsten Tag noch ganz gut.

Probiert es doch auch mal aus – ich finde es lohnt sich!

 

Tipps

Den Teig kann man gerne noch anreichern mit ein paar gehackten Oliven, getrockneten Tomaten oder Pepperoni. Auch Nüsse machen sich gut.

Außerdem eignet sich der Teig auch gut als Pizzateig. 200 g Mehl reichen für eine runde Pizza.

 

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15 Gedanken zu “Ciabatta-Brot selbstgemacht

  1. Gabriel schreibt:

    Das Backrezept geht direkt in mein Archiv. Muss ich bei Gelegenheit ausprobieren. Spätestens wenn die Saison anfängt mach ich das im Omnia Backofen auf meinem Grill. In der Hitze vom Grill wird Brot bei mir immer besser als in meinem Elektroherd.

    Schöne Grüße

    Gabriel

    Gefällt 1 Person

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